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Zeitungsartikel

Artikel im Trierischen Volksfreund (2006-2009)

Auf folgender Seite kann man einen Leserbrief
an den Trierischen Volksfreund schicken.

Neues Deutschland vom 6. September 2010

Streitobjekt Moselbrücke

Verkehrsprojekt in Rheinland-Pfalz sorgt seit Jahren für Aufregung

... Brückenkritiker führen nicht nur ästhetische Bedenken oder Sorgen um römische Kulturdenkmäler und seltene Tier- und Pflanzenarten an, die vom Bau verdrängt würden. Sie befürchten, dass die Brücke Gäste etwa aus Benelux vergrault, die hier seit langem Erholung suchen. ...

VON HANS-GERD ÖFINGER
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Trierischer Volksfreund vom 19. August 2010

Moselfahrt aus Brückenkummer

In Ürzig hat Renate Künast erneut Stellung gegen den Hochmoselübergang bezogen. Die bündnisgrüne Fraktionschefin im Bundestag sah sich den Standort der Brücke vom Ausflugsschiff aus an.

18 000 Unterschriften gegen die Brücke überreicht symbolisch in einem Weingut die Bürgerinitiative Pro Mosel an Künast. Eigentlicher Empfänger der Botschaft ist Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU). Den fordert Künast auf, kein Geld mehr für das Projekt bereitzustellen. 330 Protestballons - insgesamt kostet die B 50 neu 330 Millionen Euro - für Ramsauer sowie für Ministerpräsident Kurt Beck und seinen Verkehrsminister Hendrik Hering (SPD) gibt es noch dazu. Die Ballons sind mit dem Aufdruck und der Aufforderung "(Er)Sparen wir uns den Hochmoselübergang" versehen. Der Flugrichtung nach zu urteilen, sind die Ballons Richtung Berlin unterwegs. Ob die Botschaft dort ankommt, ist nicht bekannt. ...

VON HARALD JANSEN

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Handelsblatt, 2. August 2010

Sparpolitik zwingt Bund zu Baustopp

Schlechte Nachrichten für die Bauwirtschaft: Ein interner Vermerk des Verkehrsministeriums belegt, dass der Bund bis auf weiteres keine neuen Straßen, Schienen und Wasserwege mehr bauen will. Die Branche ist alarmiert - und schlägt vor, die Autofahrer zur Kasse zu bitten.

... Galten früher Investitionen in Beton als Rechtfertigung, um neue Schulden aufzunehmen, so gilt dies nicht mehr. Ramsauer darf nur noch zehn Mrd. Euro in die Verkehrswege investieren - wozu auch die Pflege der rund 100 000 Kilometer Bundesstraßen, Fernstraßen und Autobahnen gehört. Zu wenig, um noch großartig neu zu bauen. Also passiert, was Experten seit langem fordern: Der Bund stopft lieber Schlaglöcher, anstatt noch ein Dorf an die Autobahn anzuschließen.

VON DANIEL DELHAES

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Handelsblatt, 2. August 2010

Ökonomen entzaubern öffentliche Investitionen

Die Schuldenbremse zerstört einen der ältesten Glaubenssätze der Politik. Dieser lautete: Investitionen fördern Wachstum und Beschäftigung. Daran melden die Beamten im Bundesfinanzministerium von Wolfgang Schäuble nun Zweifel an.

... Derzeit berechnet das Verkehrsministerium alle geplanten Infrastrukturprojekte neu. Schon jetzt zeigt sich: Etliche lohnen sich nicht mehr und wurden bewusst "schöngerechnet": Die Kosten waren zu niedrig, der Nutzen war zu hoch angesetzt. Das sichert zwar die Zustimmung im Parlament, garantiert aber auch, dass die Projekte doppelt oder dreimal so teuer werden wie geplant und am Ende nicht genutzt werden.

VON DONATA RIEDEL UND DANIEL DELHAES

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Die Rheinpfalz, 22. Juli 2010

"Schluss mit größenwahnsinnigen Monsterprojekten"

Interview: Heiner Monheim, Trierer Professor für Raumentwicklung, fordert eine radikale Abkehr von der bisherigen Verkehrsplanung

... Im Prinzip müsssen sehr viele Straßenbauprojekte gestoppt werden, natürlich zuerst die besonders umstrittenen wie der Hochmoselübergang oder die geplante Mittelrheinbrücke bei St. Goar. ...
Künftig muss die Bestandspflege Priorität haben, zumal viele Straßen und Brücken in einem desolaten Zustand sind. ...

VON CHRISTIAN KELLER

DER SPIEGEL, Nr. 29 / 19.7.10

Ende eines Sommermärchens

Die rot-grünen Erfolge der vergangenen Wochen haben dem SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel unerwartet Aufwind verschafft. Doch dem sprunghaften Parteichef stehen schwierige Entscheidungen bevor - und aus den grünen Partnern könnten bald gefährliche Rivalen werden.

... In Rheinland-Pfalz starten die Grünen als außerparlamentarische Opposition und attackieren schon jetzt umstrittene Großprojekte der regierenden SPD wie den Nürburgring und die Moselhochbrücke. ...

VON CHRISTOPH HICKMANN u. RALF BESTE

Wanderlust, Nr. 4 / August 2010

Riesling in Gefahr

Zugebaut: Eine riesige Brücke soll das Moselpanorama zerschneiden.

... Nicht nur die Vogelwelt ist dadurch bedroht: "Durch das verkehrskonzeptionell und wirtschaftlich umstrittene Projekt könnte die renommierteste Steillagen-Rieslingmeile der Welt durch Störungen im Wasserhaushalt gefährdet werden", so Elisabeth Reis von der Initiative "Pro-Mosel".


Chrismon PLUS rheinland 07/2010
Evangelische Monatszeitschrift

Brückenbau bleibt umstritten

Der Hochmoselübergang soll Eifel und Hunsrück verbinden - Weinkenner fürchten um den Riesling

... Neben der Brücke steht auch der Streckenverlauf in der Kritik. Ein zwanzig Kilometer langer Abschnitt der vierspurigen Schnellstraße soll quer durch das Hochplateau weltberühmter Weinberge verlaufen. Die Befürchtung: Durch eine tief in den Boden eingelassene Straßentrasse werde das Mikroklima der umliegenden Weinberge gestört und den Reben das Wasser abgegraben. Selbst Beobachter der "New York Times" und des "Wall Street Journals" äußerten sich skeptisch und fürchten um die Qualität des hochgeschätzten Mosel-Rieslings. ...
VON THOMAS BECKER


Capital 07/2010

Seid ihr verbrückt?

Mosel. Eine gewaltige Autobrücke soll sich schon bald quer durch das Riesling-Idyll erstrecken. Internationale Kritiker und Weinliebhaber sind entsetzt, die Mosel-Winzer hingegen kümmert das wenig. Sie sind mit sich selbst beschäftigt. Psychogramm einer Provinz von Weltgeltung

... Der Plan löst Empörung aus. Seit Monaten. Überall auf der Welt. Renommierte Weinpublizisten und Weinliebhaber von New York über Sydney bis nach Tokio regen sich lautstark auf. Eine Weltbürgerinitiative gegen eine Brücke in der deutschen Provinz. ... die meisten Bauern wollen einfach nur ihren Wein verfeinern - und in Ruhe gelassen werden.
Doch so einfach ist das nicht. ...
VON MARKUS BRÜGGE


Fachzeitschrift Kulturpolitische Mitteilungen (KuMi)

Heft 129 II/2010:»Kulturnation« – »Staatsnation«


Süddeutsche Zeitung, 20. Juni 2010

Baukulturbombe

Minister Ramsauer will Städtebauförderung drastisch kürzen

... Der Tourist wundert sich auch über die breitspurigen und ins Nichts führenden Straßen, die für potentielle Industrie- und Gewerbegebiete notwendig schienen. ... Allein die umstrittene B 50 Hochbrücke über die Mosel bei Ürzig, die die besten, weltweit hoch geschätzten Rieslingweinlagen gefährdet, soll 300 Mio Euro kosten. Dieses Bauprojekt galt dem Ministerium bisher als Konjunkturfördermaßnahme.
VON IRA MAZZONI


Neue Zürcher Zeitung, 15. Juni 2010

Proteste von Umweltschützern an die falsche Adresse

... 40 Jahre alt ist das Projekt. Die künftige Brücke wird Teil der europäischen West-Ost-Achse sein. Sie verbindet die niederländischen und belgischen Nordseehäfen mit Südwestdeutschland, mit der Schweiz, Österreich, Ungarn und Tschechien. ... Der gesamte Durchgangsverkehr soll aus dem Moseltal verbannt und über die klassische Kulturlandschaft hinweggeführt werden. ... befindet sich der Weinbau an Mosel und Rhein auf dem Rückzug ... Die Kunstbauten an den Hängen drohen mit der Zeit einzustürzen ... Die Forschungsanstalt Geisenheim ... prognostiziert das Auslaufen des Rieslinganbaus ... Der Weinkenner und Schriftsteller Hugh Johnson muss sich nur noch eine Weile gedulden. Dann kann er den geliebten Riesling vielleicht auch beim Winzer im heimischen Essex beziehen.
VON GERD KOLBE


(Anm.: Moselriesling als Auslaufmodell?)

Rheinischer Merkur, 27. Mai 2010

Musikfestivals - So klingt das Land

... Noch mehr bekümmert den Regionalpatrioten (Hermann Lewen) ein anderer Stilbruch: der geplante Hochmoselübergang bei Ürzig, ein 160 Meter hohes, 1,7 Kilometer langes Betonungetüm. Eine Schnellstraße soll dort das Auge beleidigen, wo eine Fülle von Konzerten einen Kontrapunkt zur Alltagshektik setzt. Der rheinland-pfälzische Landesvater Kurt Beck verspürt wenig Lust auf eine Diskussion von Dresdner Ausmaßen. "Es wird ja so getan, als ob wir die Mosel überdachen würden", bespöttelte er die Brücken-Kritiker. Sein Grußwort zum Festival tönt versöhnlicher: "Musik hilft uns, dass unsere Welt liebens- und lebenswerter wird", philosophiert er. Der Betonkoloss passt nicht zu den fein strukturierten Weinen. Aber in einem Land, in dem Bach und Buddha zusammenfließen, ist das wohl kein Argument.
VON CHRISTIANE FLORIN


BEELD, 26. Mai 2010

Wijnopstand tegen MOEZELBRUG

Bij onze oosterburen groeit het protest tegen de bouw van een enorm viaduct over de rivier de Moezel. ...


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FOCUS, 22. Mai 2010

Gefecht um die Mosel

Die Mainzer Landesregierung verteidigt die geplante Riesenbrücke, die Gegner hoffen auf den Rechnungshof

... In Zeiten der Finanzkrise sei die Vergabe öffentlicher Mittel für dieses Bauwerk unverantwortlich, argumentieren die Initiatoren der örtlichen Bürgerinitiative. ...


Darmstädter Echo, 15. Mai 2010

Abschied von der Mosel-Idylle

Verkehr - Vorbei an berühmten Riesling-Lagen soll bald eine 160 Meter hohe Straßenbrücke bei Ürzig den Fluss überspannen

International bekannte Weinkenner wie der Brite Hugh Johnson und sein in Deutschland lebender Landsmann Stuart Pigott sind längst auf den Barrikaden. Ihre fassungslose Frage: Wie kann ein Staat wie Deutschland ohne Not das Ansehen und womöglich auch die Qualität eines Teils seiner besten Riesling-Weinberge aufs Spiel setzen? Die Mosel lebe vom Wein und den Touristen; diese beiden seien auf lange Sicht die Säulen des wirtschaftlichen Gedeihens der Region.


Aachener Nachrichten, 7. Mai 2010

Bekannte Weinexperten sind auf den Barrikaden

Zwischen den Weinorten Ürzig und Rachtig soll eine Fernstraßen-Brücke die Mosel überspannen. Anwohner und Winzer halten das für überflüssig und absurd.

... International bekannte Weinexperten wie der Brite Hugh Johnson und sein in Deutschland lebender Landsmann Stuart Pigott sind längst auf den Barrikaden. Ihre fassungslose Frage: Wie kann ein Staat wie Deutschland ohne Not das Ansehen und womöglich auch die Qualität eines Teils seiner besten Riesling-Weinberge auf's Spiel setzen? Die Mosel lebe vom Wein und den Touristen. Diese beiden seien auf lange Sicht - also nachhaltig - die Säule ihres wirtschaftlichen Gedeihens. ...
VON WALTER SCHMIDT


FOCUS, 29. April 2010

Klöckner dafür, Winzer enttäuscht

Die CDU-Politikerin Julia Klöckner spricht sich für den umstrittenen Moselübergang aus. Die Bürgerinitiative und viele Winzer sind enttäuscht.

Julia Klöckner, Spitzenkandidatin der CDU bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz im kommenden Jahr, bleibt auf Parteilinie. Die Staatssekretärin im Bundesverbraucherministerium hatte sich viele Monate nicht zu der umstrittenen Planung der Moselbrücke bei Bernkastel-Kues geäußert...
VON BEATE SCHINDLER


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Eifel-Zeitung, 28. April 2010

Wortgefecht zwischen Gegnern und Befürwortern im SWR-Fernsehen

... Kein Wunder, dass sich nun Winzer zusammenschließen und, obwohl der Kampf inzwischen fast aussichtslos scheint, ungebrochen für einen sofortigen Baustopp eintreten. 330 Millionen Euro Investitionen wurden während der SWR-Sendung unwidersprochen genannt: eine Summe, die Manfred Prüm als "illusionär niedrig" bezeichnet. ...


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NWZ online, 24. April 2010

Brücken-Schatten fällt auf Mosel-Wein

Auf jeden Fall verändert sich das Landschaftsbild. Seit 2000 Jahren wird dort Wein angebaut.

Winzer und Wein-Genießer schlagen Alarm: Der von ihnen als brutal empfundene Brückenschlag durch die 2000 Jahre alte Kulturlandschaft bei Ürzig, zwischen Bernkastel und Traben-Trabach, könnte zu Image-Schäden und möglicherweise Qualitätseinbußen nahe der Brücke führen.
VON RÜDIGER ZU KLAMPEN


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FAZ, 21. April 2010

Zwanzig Minuten gegen zweitausend Jahre

Warum können Politiker nicht von irrwitzigen Plänen Abstand nehmen? Die beabsichtigte Hochbrücke bei Ürzig ist ein monströses Projekt. Sie wird die Kulturlandschaft des Moseltals zerstören.

Doch weder diese Monsterkosten noch die Erinnerung daran, dass das Vorhaben auf kurzsichtige Pläne der verkehrssüchtigen sechziger Jahre zurückgeht, irritieren die Politiker. Gar nicht zu reden davon, dass dieselben Politiker bei anderen Gelegenheiten die Verlagerung des Warentransports auf die Schiene propagieren. Räder müssen rollen - und sei es über die Asche einer Kulturlandschaft.
VON DIETER BARTETZKO


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evangelisch.de, 16. April 2010

Geplante Brücke über die Mosel stößt auf Widerstand

Im idyllischen Moseltal zwischen Bernkastel und Traben-Trarbach ist neuer Streit ausgebrochen. Es geht um den Bau einer gigantischen, 158 Meter hohen Brücke, unter die sogar der Kölner Dom passen würde.

... Nach den Worten der grünen Bundestagsabgeordneten Ulrike Hoefken aus Bitburg kämpfen Menschen seit Jahrzehnten gegen das "ökologisch verheerende, ökonomisch unsinnige und obendrein hässliche" Projekt. Der Bau sei von der Landesregierung an den Haushaltsvereinbarungen vorbei mit dem Versprechen einer privaten Finanzierung durchgedrückt worden, die jedoch - mangels interessierter Investoren - nie zustande kam, lauten die Vorwürfe der Abgeordneten. Stattdessen müssten jetzt die Steuerzahler für die Zerstörung des Kulturerbes zahlen. ...


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Sächsische Zeitung, 17.April 2010

Schatten überm Moselriesling

So wie in Dresden über die Waldschlößchenbrücke wird bei Ürzig über die Hochmoselbrücke gestritten. Sie bedroht eine uralte Weinlandschaft.

... "So einen Einschnitt in eine uralte Weinlandschaft würde man in Regionen wie Burgund oder Bordeaux niemals zulassen", sagt Prinz zur Lippe. Er ist Mitglied im Verband deutscher Prädikatsweingüter (VDP) ...
VON INES EIFLER


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DIE ZEIT, 15. April 2010

Erkenne die Lage!

Eine riesige Moselbrücke soll gebaut werden, um Hunsrück und Eifel zu verbinden. Das Projekt würde einige der berühmtesten Weinlagen gefährden und schönste Landschaften verschandeln

Es ist eine gespenstische Zeitreise zurück in eine Epoche, als man in Westdeutschland glaubte, die Zukunft durch Beton gestalten zu können. ...
VON IJOMA MANGOLD


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BILD, 14. April 2010

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Frankfurter Rundschau, 14. April 2010

Joschka Fischer kämpft um Weinberg

Johnson und Robinson sind eigens aus England eingeflogen, ein Fernsehteam der BBC ist ihnen auf den Fersen. "Ich reise nach Deutschland, um die deutschen Medien im Kampf gegen die Moselbrücke wachzurütteln", hat Robinson vor ihrer Abreise bei Twitter gemeldet.
VON KARL DOEMENS


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DIE WELT, 13. April 2010

Das Himmelreich aus Beton - bald an der Mosel

An der Mosel bei Ürzig soll eine gewaltige Brücke gebaut werden. Seit 40 Jahren wird um das Bauwerk gestritten. Jetzt sind die Arbeiten in Gang. In Berlin haben Winzer, internationale Weinexperten und Weinliebhaber wie Joschka Fischer nun gegen "das Monster" protestiert - und dazu Riesling getrunken.

... Ein Monstrum, sagen die Kritiker über die Brücke. Ein Scheusal. Eine Schande. Eine zum Himmel schreiende Dummheit. ...
VON HOLGER KREITLING


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Süddeutsche Zeitung, 13. April 2010

Wermutstropfen im Edelriesling

Eine gigantische Brücke soll die Weinbrge an der Mosel queren

... Kunden in aller Welt hätten das Problem längst begriffen, sagt Loosen, der seinen Wein meist exportiert. "Die Fragen mich überall: Was zur Hölle macht ihr da?" ...
VON MICHAEL BAUCHMÜLLER


Saarbrücker Zeitung, 13. April 2010

Geplante Mosel-Brücke gefährdet die besten Weinlagen der Welt

Experten und Umweltschützer schlagen Alarm: Die geplante Groß-Brücke über die Mosel bedroht eine der besten Weinlagen der Welt. Selbst Joschka Fischer schaltet sich ein.

... Die Kritiker sagen, das teure "Monstrum" schlage eine Schneise durch eines der reizvollsten Moseltäler; es nütze niemandem, der Bau werde auch den Wasserhaushalt der Böden und damit den Wein verändern. Und Touristen, von denen die Region lebt, schrecke die Brücke nur ab. ...
VON HAGEN STRAUß


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SPIEGEL ONLINE, 12. April 2010

Kampftrinken gegen Kurt Beck

Der Protest von Winzern gegen den Bau einer Mosel-Hochbrücke hat Berlin erreicht. Britische Weinkritiker und eine schwarz-grüne Allianz von Politikern und Publizisten trafen sich zum Kampftrinken in einem China-Restaurant. Als Hauptfeind wurde die SPD-Landesregierung in Mainz ausgemacht.

Zu der scharfen südchinesischen Küche passen die fruchtigen Riesling-Weine überraschend gut. Bei "Zeltinger Sonnenuhr" und "Graacher Himmelreich" sitzen der ehemalige Straßenkämpfer Joschka Fischer und der ehemalige Kohl-Berater Michael Stürmer einträchtig zusammen. Beide staunen zwar über das Zustandekommen der schwarz-grünen Allianz beim Chinesen, aber keinem ist sie peinlich. Auch der Rest der Gäste ist bunt gemischt. Genauso wie Peter Limbourg, der konservative Chefredakteur des Nachrichtensenders N24, haben sich die grüne Fraktionsvorsitzende Renate Künast und mehrere ihrer Parteifreunde zum Kampftrinken in Wilmersdorf eingefunden.
VON RALF BESTE


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Trierischer Voksfreund, 12. April 2010

Widerstand gegen Hochmoselübergang: Ein später Bärendienst

Reichlich spät regt sich der Widerstand der so genannten Weinpäpste Pigott, Johnson und Robinson gegen den Bau des Hochmoselübergangs, mit dem die A 60 in Richtung Rhein-Main-Region verlängert werden soll.

... Die Brücke mag groß, teuer und hässlich sein. Sie überspannt aber nicht die gesamte Mosel zwischen Trier und Koblenz, sondern eine Stelle zwischen Ürzig und Zeltingen. ...
VON LARS ROSS


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Trierischer Voksfreund, 12. April 2010

Joschka Fischer sieht edle Tropfen in Gefahr

Lange Zeit ist von Joschka Fischer nichts mehr zu sehen und zu hören gewesen. Jetzt steht der Mann ausgerechnet in einem wenig noblen China-Restaurant namens "Hot Spot" in Berlin-Charlottenburg und umklammert fest sein Weinglas - um gegen den Hochmoselübergang zu protestieren.

... Doch jetzt hilft nur noch die bundespolitische Mobilisierung: Joschkas Aura und Renates Vehemenz. Der "Riesling als deutsches Flagschiff" müsse bewahrt werden, wettert Künast auf Deutsch und Englisch in die Mikrofone. Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) habe nicht "den Mut zu sagen, ich schütze die Region mal". ...
VON HAGEN STRAUß


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Nikos Weinwelten, 12. April 2010

Petition und Protest gegen Moselbrücke in Berlin

International Riesling Rescue: Die Petition für den Baustopp des Hochmoselübergangs - Protest-Veranstaltung mit Renate Künast, Jancis Robinson, Hugh Johnson, Stuart Pigott, Ernst Loosen, Katharina Prüm und Joschka Fischer in Berlin. VDP fordert Tabuzonen für das aktive Weinkulturerbe Deutschlands

... Auch der Bundesverband der VDP Prädikatsweingüter fordert eine politische Neujustierung zur Sicherung hochkarätiger Weinbergslagen. VDP-Mitgliedsgüter sehen im Bereich Bernkastel, Graach, Wehlen und Zeltingen durch den Bau der B 50 die Existenz ihrer Weinberge in Gefahr. Deshalb fordern die VDP Prädikatsweingüter Tabuzonen für das aktive Weinkulturerbe Deutschlands. ...


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Eifel-Zeitung, 12. April 2010

Weinprobe einmal anders

Bürgerinitiative gegen Hochmoselübergang lud in Berlin zur Protest-Weinprobe

... außerdem kamen Renate Künast und Joschka Fischer, zwei äußerst prominente Grüne, die die Gelegenheit nutzten, die SPD-geführte Landesregierung zum Baustopp aufzufordern. ...


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TAZ, 9. April 2010

Albtraum fürs Himmelreich

Winzer und Weinexperten wehren sich gemeinsam gegen eine gigantische Brücke über die Mittelmosel. Jetzt soll eine Petition den Riesling in letzter Sekunde retten.

... Sie alle befürchten zudem einen drastischen Rückgang der Besucherzahlen an der Mittelmosel: Unter einer Brücke mit permanentem Lastwagenverkehr werde doch kein vernünftiger Mensch mehr seinen Urlaub verbringen wollen, argumentieren sie. Schon heute müssten Hoteliers in ihren Prospekten auf die Großbaustelle hinweisen. ...
VON KLAUS-PETER KLINGELSCHMITT


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DER TAGESSPIEGEL / Die Dritte Seite, 9. Apr. 2010

Weine, Mosel, weine!

Sie nennen es "das Monster". 160 Meter hoch, 1,7 Kilometer lang und wie mit dem Lineal durch die Landschaft gezogen. Nicht irgendeine Landschaft, sondern das Moseltal. Hier soll eine Autobrücke entstehen, quer durch die Spitzenlagen des deutschen Rieslings. Wie ein 40 Jahre altes Verkehrsprojekt den Zorn der Weinwelt weckt

... Die Wahrheit an den Moselhängen. Die Wahrheit im Mainzer Ministerium. Sie scheinen sich schwer miteinander zu vertragen. Vielleicht dient es der Wahrheitsfindung, einen kleinen Abstecher in die Stadt Trier zu unternehmen. Da sitzt Heiner Monheim, Professor für angewandte Geografie, Raumentwicklung und Landesplanung, ...
VON WOLFGANG PROSINGER


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FAZ, 8. Apr. 2010

Unreinen Wein eingeschenkt

Wie ein Minister einen Brückenbau versucht

WIESBADEN, 7. April. Ehrfürchtig pries der rheinland-pfälzische Weinbauminister Hendrik Hering jüngst das segensreiche Wirken des "Dear Mr. Johnson" für das Land der Rüben und Reben. In wohlgesetzten englischen Worten würdigte der SPD-Politiker am 11. Dezember 2009 in einem Brief an Hugh Johnson dessen Verdienste um den deutschen Wein ...
VON THOMAS HOLL

DER SPIEGEL, Ausgabe 14 / 2010

Kampf um das Himmelreich

Eine Gruppe internationaler Weinkritiker protestiert gegen den Bau einer Hochbrücke über die Mosel. Sie sehen die beste Riesling-Lage der Welt bedroht.

Das 270-Millionen-Euro-Projekt, von dem sich die Verantwortlichen „positive Impulse” für Wirtschaft und Tourismus versprechen, wäre nicht nur ein Schönheitsfleck beträchtlichen Ausmaßes. Die Talbrücke bedroht auch die Existenz einiger der besten Weißweinlagen der welt.
VON RALF BESTE

nikos-weinwelten.de, 26. Feb. 2010

Gewaltiger Eingriff in die Ökostruktur des Moseltales

Georg Mauer in einem offenen Brief an Minister Hering

Sie als Weinbauminister verantworten politisch den Erhalt und die Pflege der weltbekannten Rieslinglagen von Rhein, Mosel und Nahe und der entsprechenden Kulturlandschaft.
Sehr geehrter Herr Minister, ich bin nicht bereit, mich mit meiner Fachkompetenz und Leidenschaft für Rieslingwein ehrenamtlich in den Dienst Ihres Ministeriums zu stellen, wenn die Ressourcen deutscher Weinkultur derart missachtet werden.

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HUGH JOHNSON in decanter.com, Februar 2010

Diese irrsinnige, destruktive und überflüssige Straße

ist dabei, den historisch bedeutsamsten Abschnitt Europas schönster Flusslandschaften zu ruinieren - für immer ...

... die Straße läuft entlang des Bergrückens der Côte d'Or von Burgund, 100 Meter von der Weinlagen von Vosne-Romanée, Chambolle-Musigny und Gevrey-Chambertin entfernt.
... Als Liebhaber des Burgunder haben Sie noch nichts davon gehört? Kein Wunder, denn dies wird auch nicht passieren. Nicht in Frankreich. Aber es geschieht in der Mittelmosel, in Deutschland, in den besten Riesling-Weinlagen unseres Planeten - den schieferhaltigen Hängen von Wehlen, Graach, Ürzig und Zeltingen.

decanter.com (englisch)

FOCUS, Ausgabe 1 / 2010

Prachtvolles Monster

Extrem hoch, extrem lang - und ziemlich umstritten:
Eine neue Brücke über die Mosel erzürnt die Winzer.

"Wer wird hier in Zukunft noch Urlaub machen?", fragt der Weinbauer Markus Berres aus Ürzig. Das "Monster" sei ein "Super-GAU" für das Landschaftsbild", schimpft er.
...
Wenig filigran deutet sich an, was nach dem Wunsch der Mainzer Landesregierung bis 2016 an der Mittelmosel entstehen soll.

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Vinum Nummer 12-2009, Ausgabe D. Seite 10

«Barbarische Brücke»

Der Ton im Disput um die neue Moselbrücke wird härter. Der rheinland-pfälzische Wirtschafts-, Verkehrs- und Weinbauminister Hendrik Hering gerät unter Beschuss.

Kürzlich war die jahrzehntelang geplante, mal verworfene und jetzt doch in Angriff genommene Hochbrücke über die Mosel bei Ürzig (VINUM 7-8 /2009 und VINUM 1 / 2003) sogar dem ZDF in der Sendung «Frontal» einen kritischen Beitrag wert. Weltweit gibt es Proteste gegen die 170 Meter hohe und 1,7 Kilometer lange Brücke über das Moseltal. Für Kritiker ist sie «ein Wahnsinnsprojekt, das eine Kulturlandschaft zerstört» (Winzer Ernst Loosen), eine «lausige, verrückte Autobahn auf Stelzen» (Hugh Johnson), «barbarisch und überflüssig» (Ecovin-Mitglied Rudolf Trossen).


FINKUS BRIPP

Schatten über der Mosel

Eine riesige Straßenbrücke bedroht eine kostbare Kulturlandschaft mit einigen der berühmtesten Riesling-Lagen Deutschlands. Winzer und Weinfreunde Protestieren - wohl leider vergebens

Ein Postkartenpanorama bietet sich bei Ürzig hoch oben in den Weinbergen: die Moselschleife zwischen Bernkastel und Traben-Trarbach mit weltberühmten Lagen wie dem Ürziger Würzgarten, der Wehlender Sonnenuhr oder dem Graacher Himmelreich. ...

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Rhein-Zeitung, 18.11.2009

Hochmoselübergang: Gegner hoffen noch Bauwerk stoppen zu können

Region Mittelmosel/Zeltingen- Die Gegner der Hochmoselbrücke lassen nicht locker: Noch immer sehen sie eine Chance, das Mammut-Projekt zu stoppen.

Ein Argument: Mit der Brücke habe die Mosel keine Chance, als Weltkulturerbe anerkannt zu werden.

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Wine-Times, 04.11.2009

Irrsinns-Brücke über die Mosel soll nun doch gebaut werden

Protest kommt nicht nur von Prüm. Loosen und Molitor, sondern aus der ganzen Welt

... Viele Prominente stellten sich schon in den Dienst der guten Sache, allen voran der wohl prominenteste Wein-Autor der Welt Hugh Johnson, der im September sogar extra an die Mosel reiste um seinem Unmut Ausdruck zu verleihen. Weiters Jancis Robinson, Stuart Pigott und viele andere. ...

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DER FEINSCHMECKER 11/2009

Schatten über der Mosel

Eine riesige Straßenbrücke bedroht eine kostbare Kulturlandschaft mit einigen der berühmtesten Riesling-Lagen Deutschlands. Winzer und Weinfreunde Protestieren - wohl leider vergebens

Ein Postkartenpanorama bietet sich bei Ürzig hoch oben in den Weinbergen: die Moselschleife zwischen Bernkastel und Traben-Trarbach mit weltberühmten Lagen wie dem Ürziger Würzgarten, der Wehlender Sonnenuhr oder dem Graacher Himmelreich. ...


Focus 40 / 2009

Haarige Milliarden-Geschenke

Unsinnige Projekte kommen die Steuerzahler teuer zu stehen

... "Die höchste Brücke Europas" über die Mosel zu bauen, war in den 70er Jahren die ehrgeizge Idee der zuständigen Straßenbaubehörde. "40 Jahre später mitten in einer Wirtschaftskrise an dem Projekt festzuhalten, nur weil gerade Geld aus Berlin fließt", hält selbst der Chef von Deutschlands größtem Weinabfüller, Michael Willkomm von der Weinkellerei Peter Mertes, für absurd. "Die Vorzeichen sind doch heute völlig andere, aus ökologischer und ökonomischer Hinsicht." ...

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tacheles-regional.de, 22. Sept. 2009

Moseltal ist Hinterland zum Airport Hahn/Hunsrück

Richard Pestemer

Hugh Johnson: Hartnäckiger Protest kann erfolgreich sein!

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Der Deutsche Weinbau / Nr.19, 18.09.2009

Mosel: gegen Hochmoselübergang

... Hugh Johnson und Stuart Pigott. Sie sprechen sich nicht nur vehement gegen die Brücke aus, die mit ihrer Höhe und Länge die Weinkulturlandschaft sozusagen in zwei Hälften teile, sondern auch gegen den weiteren Ausbau über den "Moselsporn", der oberhalb weltberühmter Lagen von Rachtig, Zeltingen und Graach verläuft. ...


Slow Food, Deutschland, Sept. 2009

Rettet die Mosel-Weinlandschaft!

Internationale Weinautoren und Top-Moselwinzer sind sich einig: Bau der B50 neu und Hochmoselbrücke ist eine Schande für Wein und Kultur.

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"Last Chance Wine Forum"

Der weltbekannte Weinautor Hugh Johnson und Weingut-Besitzer Dr. Manfred Prüm protestieren am Brückenstandort gegen die Zerstörung des Moseltals

Am 11. September 2009 trafen sich internationale Weinexperten und Spitzenwinzer der Mosel im Rahmen des Last Chance Wine Forums in Ürzig um die Auswirkungen des geplanten Hochmoselübergangs zu diskutieren. Die einhellige Meinung war, dass die Brücke die einzigartige Kulturlandschaft verschandeln wird und die weiterführende B50 neu einige der besten Rieslingweinberge der Welt gefährdet. Hugh Johnson, weltbekannter Autor und Experte der Weinkultur, brachte seinen Protest in einer Ansprache an der Stelle des geplanten Brückenkopfes oberhalb von Ürzig zum Ausdruck.

weiterlesen auf der Webseite des BUND Rheinland-Pfalz



"Ich rufe zum Aufstand auf!"

Video-Interview mit Stuart Pigott gegenüber Captain Cork

Deutschlands prominentester Weinkritiker Stuart Pigott über den radikalen Widerstand gegen die geplante Moselbrücke bei Ürzig, über Deutschlands Demokratiedefizite, über Winzer, die sich kaufen lassen und die Möglichkeit, Puppen von Kurt Beck zu verbrennen.

Video ansehen


Verkehrs-Rundschau, 13.07.2009

Milliardenloch bei Mauteinnahmen

Berlin. Im Bundeshaushalt tut sich ein neues Milliardenloch als Folge der Wirtschaftskrise auf. Nach Berechnungen des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) bleiben die Mauteinnahmen um bis zu einer Milliarde Euro hinter der Etatplanung zurück. Ursprünglich wollte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) durch die im Januar in Kraft getretene Mauterhöhung in diesem Jahr mit rund fünf Milliarden Euro 45 Prozent höhere Einnahmen erzielen als 2008. Um diese Zielmarke zu erreichen, hätten bis Ende Mai 2,2 Milliarden Euro in die Kassen der Verkehrsinfrastrukturfinanzierungsgesellschaft fließen müssen. Tatsächlich waren es jedoch nur 1,8 Milliarden Euro. „Setzt sich diese Entwicklung fort, werden im Bundeshaushalt zum Jahresende zwischen 800 Millionen und einer Milliarde Euro fehlen“, sagte BGL-Hauptgeschäftsführer Karlheinz Schmidt. Das Bundesverkehrsministerium hat inzwischen eingeräumt, dass die Einnahmen bislang hinter den Planzahlen zurückgeblieben seien. Als Grund für die negative Entwicklung gilt der Einbruch im Transportgewerbe. ... (jök)

Vinum, Nr. 7-2009

Beton- und Autobahnbrückentourismus?

Kommentar zur B 50 neu

... ein alter Zopf, der irgendwann in den 60er Jahren ersponnen wurde. Angesichts der Bodenversiegelung, Bedrohung grosser Weinbergslagen, des Eingriffs in ein Ökosystem und nicht zu vergessen der Menschen, die künftig unter Sichtbeton leben müssen, klingen die Argumente aus den Behörden wie ein schlechter Witz. Das Monstrum solle dem Tourismus und der Wirtschaft der Region dienen. Beton- und Autobahnbrückentourismus? Bisher hatte man sich an der Mosel an einer weltweit einzigartigen Weinkulturlandschaft erfreuen können. Aber vielleicht erkennt die UNESCO ja auch eine vierspurige Fahrbahn als Weltkulturerbe an? ...


Vinum, Nr. 7-2009

Gewaltiges Monstrum

Interview mit Ernst Loosen

... Das Ganze in einer der allerschönsten Landschaften Deutschlands - schlimmer kann man die Region nicht verschandeln. Angestossen wurde das Projekt schon in den 60er Jahren und Anfang der 70er Jahre. Das waren andere Zeiten, und es hatte damals vermutlich auch militärische Gründe. Heute sind diese Voraussetzungen nicht mehr gegeben.



Werner Elflein über die Zerstörung der Graacher Schanzen

Werner Elflein über die Zerstörung der Graacher Schanzen

... In der Realisierung sieht das dann so aus, dass Bauarbeiter vor einigen Tagen mit dem Abbruch von Teilen der Graacher Schanzen begonnen haben. Um spontane Proteste aus der Bevölkerung zu vermeiden, geschah dies (ganz im Stile der kulturpolitischen Bankrotteure der rheinland-pfälzischen Landesregierung) ohne jegliche Vorwarnung. ...

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Trierischer Volksfreund, 2009

Weinwelt hoch über der Mosel

Bis zu zehn Prozent weniger Gäste sind laut eines Gutachtens die Folgen des Baus des Hochmoselübergangs bei Zeltingen-Rachtig für die Orte mit Sichtkontakt auf die Brücke. Ein Wein-Erlebniszentrum soll diesen Rückgang mehr als nur kompensieren.

Zeltingen-Rachtig. Die das Moseltal überspannende Brücke bei Zeltingen-Rachtig und Ürzig gibt es bisher nur als Plan oder in Simulationen. Die negativen Folgen der rund 160 Meter hohen Brücke sind ebenfalls bereits simuliert worden und sollen durch ein Erlebniszentrum Weinwelt am Brückenkopf hoch über dem Moseltal mehr als nur wettgemacht werden.
...
Im Jahr 2000 kam das Europäische Tourismus-Institut Trier zum Ergebnis, dass mit einem Rückgang der Gästezahlen im "engeren mittleren Sichtbereich der Brücke in einer Größenordnung von bis zu zehn Prozent gerechnet werden" müsse. Dies könnte mehr als kompensiert werden, wenn eine Erlebnis- und Freizeitwelt mit überregionaler Ausstrahlungskraft errichtet werde, stellte das Institut 2001 fest. Es gelte, die Qualitäten der Mosel gebündelt zu kommunizieren und somit neue Gäste zu gewinnen. Schließlich fehle der Region ein Symbol, in dem sich die Einzigartigkeit widerspiegelt, heißt es im Gutachten der Touristiker. Wie solch eine Weinwelt aussehen soll, was dort wie präsentiert wird und wo der Komplex entstehen soll, ist derweil noch offen. ...


Die besten Lagen der Mosel sind in Gefahr

Interview mit Ernst Loosen auf captancork.com

... Die Brücke soll bei Ürzig, also an einer der schönsten Stellen an der Mosel, den Fluss überqueren. Ausgerechnet dort, wo der Wein am besten wächst. Das ist ein Wahnsinn...

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Spitzenwinzer sprechen sich gegen B50 und Hochmoselübergang aus

Pressemitteilung von Sarah Washington

Ernst Loosen, Markus Molitor, Katharina & Manfred Prüm, Johannes Schmitz, Willi Schaefer und Rudolf Trossen, weithin geschätzte Weinproduzenten, sagen hier, warum sie den Bau des Hochmoselübergangs sowie den B50neu-Trasse so entschieden ablehnen!

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Internationaler offener Brief an Angela Merkel

den Bau des Hochmoselübergangs betreffend

24. April 2009 - von Sarah Washington

Bundeskanzlerin Angela Merkel
Willy-Brandt-Straße 1
10557 Berlin

Sehr geehrte Bundeskanzlerin Frau Dr. Merkel, ... (weiterlesen)


Der Wochenspiegel Bernkastel schreibt am 06.05.2009
www.wochenspiegellive.de

Artikel

Tacheles Regional, 24.01.2009

Wie lange soll der Steuerzahler noch bluten für eine Flughafenruine?

Heide Weidemann

Schon längere Zeit steht der Hahn unter Druck, weil die Fraport nicht länger seine roten Zahlen ausgleichen will. Und dass man in Frankfurt ehrlichen Herzens auf den Hahn als künftigen Frachtflughafen vor allem für den Nachtfrachtflug setzt, war immer schon fraglich.

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BRF.online (Belgischer Rundfunk), 18.12.2008

Kein Ausbau der A60 Prüm-Belgien

Der Ausbau der A 60-Autobahn zwischen Prüm und der belgischen Grenze ist endgültig vom Tisch. Wie der Südwestrundfunk auf Anfrage im zuständigen Mainzer Verkehrsministerium erfahren hat, bleibt dieser Abschnitt auch nach der Fertigstellung des Hochmoselübergangs ein Nadelöhr zwischen dem belgisch-niederländischen Raum und dem Rhein-Main-Gebiet. Die A60 ist zwischen den Anschlussstellen Prüm und Winterspelt nur als zweispurige Bundesstraße ausgebaut. Gegen eine Erweiterung spricht aus Mainzer Sicht das geringe Verkehrsaufkommen. ...


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Tacheles Regional, 17.12.2008

Hochmoselübergang: Bund und Land verschleudern Steuermittel!

Ulrike Höfken

Statt die vielen maroden Straßen im Land zu sanieren, nutzt Tiefensee die Mehreinnahmen aus der LKW-Maut, um seinen Parteifreunden in den Ländern Weihnachtsgeschenke zu bereiten. Mit der Fianzierungszusage über 250 Mio. Euro für den Streckenabschnitt der B50-neu, der auch den Hochmoselübergang beinhaltet, hofft die Landesregierung, ihre Subventionspolitik des zur Zeit unwirtschaftlichen Flughafens Hahn doch noch rechtfertigen zu können.

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Tacheles Regional, 17.12.2008

Augen zu und durch
Regierung klammert sich an B 50 neu

Heide Weidemann

Anfang Dezember hat Winfried Hermann, der verkehrspolitische Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, Bundesminister Tiefensee über seinen parlamentarischem Staatssekretär Achim Großmann einen Appell übergeben. Darin bitten stellvertretend für viele Menschen, die hier wohnen und arbeiten oder die Region ansonsten zu schätzen und lieben gelernt haben, Dr. Manfred und Dr. Katharina Prüm vom Weingut J. J. Prüm in Bernkastel-Kues Wehlen, der weltbekannte Weinbuchautor Stuart Pigott, der international bekannte Verkehrsexperte Prof. Dr. Heiner Monheim und der Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Prof. Dr. Hubert Weiger, um nur einige zu nennen, den Minister um ein persönliches Gespräch. Sie äußern das dringende Bedürfnis, ihm die vielfältigen Probleme der geplanten B 50 neu eingehend darzulegen.

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Trierischer Volksfreund, 24.11.2008

"Kosten und Risiken sind zu hoch"

In einem Interview mit dem TV kritisiert Michael Willkomm, geschäftsführender Gesellschafter der Weinkellerei Peter Mertes GmbH & Co.KG (der achtgrößte Weinkellereibetrieb dieser Art weltweit) die Pläne für die Moselüberquerung der B50 neu.

Zwar sei eine Verbindung des Rhein-Main-Gebietes mit den Nordseehäfen wichtig, doch in der jetzt geplanten Form eher ein Nachteil für die Region. Durch die Schleife über Ürzig / Zeltingen-Rachtig ergebe sich ein Umweg von 9 Kilometern, was die Strecke für viele hier ansässigen Betriebe unattraktiv mache.

Willkomm: "Die Linienführung stammt aus den 70er Jahren. Damals war es vielleicht eine Meisterleistung von Ingenieuren, eine 144 Meter hohe Brücke zu bauen. Das darf aber kein Grund sein für solche massiven Eingriffe, wie sie derzeit geplant sind."

Die lange Bauzeit sowie der ungünstige Streckenverlauf auf einem sehr schmalen Plateau oberhalb vieler berühmter Weinberge zwischen Bernkastel-Kues und Traben-Trarbach würden Tourismus und Weinbau und damit die wirtschaftliche Lage der gesamten Region belasten.


Zeitschrift Vinum, Nummer: 1-2003, Ausgabe D. Seite 16

Ein Moloch bedroht die Mosel

Rudolf Knoll

An der Mittelmosel geht das Gespenst vom neuen Hochübergang um. Winzer und Naturbewusste sind aufgeschreckt und fragen sich: Wie sieht die Zukunft im deutschen Prestige-Anbaugebiet aus? 1,7 Kilometer lang ist das Ungetüm. Es stützt sich auf elf riesige Beine, 157 Meter hoch über dem Tal. Zwischen Zeltingen-Rachtig und Ürzig soll es die Mittelmosel überspannen. Vielen Winzern graust vor der feindlichen Übernahme. Sie fürchten fatale Folgen für Deutschlands Prestige-Weinanbaugebiet. ...


Hier ein Artikel aus dem Wittlicher Wochenspiegel vom 26.01.2000

Artikel

Zum Anhörungsverfahren ein Artikel aus dem Trierischen Volksfreund

Artikel

zuletzt geändert am 01.03.2010 - verantwortlich für den Inhalt: Georg Laska © 2009
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